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Wirtschaftliche Bedeutung

Sonnenblumen

Obwohl Korbblütler einen sehr großen Anteil aller blühenden Pflanzen ausmachen, ist ihre wirtschaftliche Bedeutung eher gering. Am beliebtesten unter den Kulturpflanzen ist der Salat. Dieser wird in den verschiedensten Arten angebaut. Zu ihnen gehören auch Chicorée und Endivie. Jedoch sind die Blätter nicht die einzigen essbaren Teile der Korbblütengewächse. Das weiße Fleisch der Schwarzwurzel ist ebenso beliebt wie die delikate Artischocke. Diese Gemüsepflanze wird überwiegend im Mittelmeerraum angebaut und exportiert. Die Pflanze an sich kann eine Höhe von 2 Metern erreichen und ist mit den Disteln verwandt. Zur Gesundheit tragen die Cholesterin senkenden Stoffe bei, welche die Artischocke enthält.

Beifuß und Estragon gehören zu dem kleinen Teil der Gewürzpflanzen in der Korbblütler-Familie. Während der eine unscheinbar an Wegrändern oder auf Geröll wächst und gern übersehen wird, ist der andere durch seinen charakteristischen Geschmack eines der beliebtesten Küchenkräuter. Unser handelsüblicher Estragon stammt aus landwirtschaftlichem Anbau, da er nur in Südeuropa als Wildpflanze vorkommt. Die mehrjährige krautige Pflanze kann eine Wuchshöhe von 60 bis 120 cm erreichen. Verwendung finden das blühende Kraut, die Blätter und auch junge Triebe. Estragon ist überdies für seine Heilwirkung bei Appetitlosigkeit und Husten bekannt. Obendrein kurbelt er den Stoffwechsel an.

Zu den bekanntesten Vertretern der Heilpflanzen zählen die Echte Kamille, Wermut und Ringelblume. Eine weitere ist die selten vorkommende Arnika. Sie ist in den Bergen Europas heimisch und kann eine Höhe von 50 cm erreichen. Ihr Erkennungsmerkmal sind die asymmetrisch und zerzaust wirkenden Blüten. Arnika wird beispielsweise häufig in Salben oder Cremes, zur äußerlichen Anwendung bei Prellungen oder Verstauchungen, verarbeitet. Die heilende Wirkung fördert die Durchblutung, kann aber auch Allergien auslösen.

Beliebte Zierpflanze, die zur Familie der Korbblütengewächse gehören sind zum Beispiel die Gartenastern, Dahlien und Chrysanthemen. Letztere gehört zur Gattung der Wucherblumen. Neben der ursprünglichen Wildform gibt es heute zahlreich Zuchtformen. Ursprünglich stammen sie aus China und Japan und galten früher als typische Herbstblumen. Sie sind ausgesprochen vielfältig in Form und Farbe und sind ausdauernde Blühpflanzen.

Unter Naturschutz stehende Korbblütler sind Silberdistel und Edelweiß. Beide sind krautartige Gewächse. Silberdisteln können bis 10 cm groß werden. Ihre tiefgehende Wurzel enthält Milchsaft. Sie wächst auf Weiden, in Kiefernwäldern, an Wegrändern und Hängen der Gebirge. Verbreitet ist sie im südlichen Mitteleuropa und Südeuropa und im Osten bis Weißrussland. Das Edelweiß erreicht eine Wuchshöhe zwischen 5 und 20 cm. Ursprünglich stammt es aus der asiatischen Steppe, wo es sich ausgezeichnet an das Klima angepasst hat. Die filzartigen Blätter schützen es vor Dürre, austrocknenden Winden und zu hoher Sonneneinstrahlung. Heute ist es in den süd- und mitteleuropäischen Gebirgen zu finden.

Sonnenblumen Zum Schluss sind noch die Sonnenblume und Saflor zu erwähnen. Sie dienen uns als Ölpflanzen. Bei uns am bekanntesten ist das gesunde Sonnenblumenöl. Es wird aus den Kernen der Sonnenblume gewonnen. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, sowie Magnesium, Kalzium, Jod und viele wichtige Vitamine. Die beliebten Pflanzen können bis zu 3 Meter hoch werden. Sie wurde im 16. Jahrhundert von spanischen Seefahrern aus Amerika mitgebracht und in die ganze Welt verbreitet.

Obgleich jede Art ihre speziellen Eigenschaften hat, sind einige häufiger und andere seltener vertreten. Der bekannte Löwenzahn ist ein besonders weit verbreiteter Korbblütler. Er gehört zu unseren einheimischen Kräutern. Seine Wuchshöhe beträgt zwischen 10 und 30 cm. Er blüht in der Zeit von April bis Juni. Manchmal auch von Spätsommer bis Herbst noch einmal. Markant an dieser Pflanze ist der hohle Stängel mit dem weißen Milchsaft. Löwenzahn findet man auf Wiesen und Äckern. Ebenso findet man ihn an Wegen und in lichten Wäldern. Heimisch ist diese Pflanze in ganz Europa, sowie in Teilen Afrikas und Asiens. Auch in Nordamerika ist sie heimisch. Im Volksmund kennt man sie als Pusteblume, Kuhblume oder auch als Butterblume. Wegen der harntreibenden Wirkung wird die Pflanze sogar Pissblume genannt. Die Bezeichnung Löwenzahn kommt von den tief gezähnten Blättern.

Ein seltener Korbblütler ist das Silberschwert. Es wächst hoch oben auf den Aschekegeln der Vulkane Hawaiis. Das extreme Klima lässt dort kaum anderes pflanzliches Leben zu. Tagsüber ist es außerordentlich heiß und in der Nacht sehr kalt. Niederschlag in Form von Regen oder gar Luftfeuchtigkeit sind an diesem Ort kaum vorhanden. So hat sich das Silberschwert optimal an diese Lebensbedingungen angepasst. Die schlanken und spitzen Blätter bilden eine stachelige Kugel. Diese ist mit den typischen silbrigen Haaren bedeckt. Diese wiederum reflektieren die Sonnenstrahlen und schützen dadurch die lebenswichtigen Teile der Pflanze. Eine andere Besonderheit dieser Blume ist, dass sie etwa 20 Jahre lang langsam wächst und sich erst dann in der Mitte der Blattkugel ein blattloser Stängel entwickelt. An diesem sitzen dann nahezu 100 kleine Blüten, die denen einer Sonnenblume ähneln. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Sie rollt den Vulkan herunter und verstreut dabei ihren Samen.